Begabtenförderung Berufliche Bildung

Begabte junge Menschen gibt es nicht nur an Hochschulen. Dort werden sie bereits seit langem finanziell gefördert. Es gibt sie auch in Krankenhäusern, Praxen und anderen Gesundheitseinrichtungen. Besondere Befähigung zeigt sich in der Berufspraxis zwar anders als bei wissenschaftlicher Arbeit, sie verdient aber ebenso Anerkennung und Förderung. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung das Förderprogramm „Begabtenförderung berufliche Bildung“ gestartet. Dieses Programm fördert gezielt begabte junge Fachkräfte in ihrer Weiterbildung. Seit 1. Juli 1999 können auch besonders erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen der bundesgesetzlich geregelten Fachberufe im Gesundheitswesen in die Begabtenförderung berufliche Bildung aufgenommen werden.
 

Wer kann gefördert werden?


Junge Leute mit abgeschlossener Berufsausbildung in einem bundesgesetzlich geregelten Fachberuf im Gesundheitswesen (z.B. MTLA, MTRA, MTAF oder VMTA), die ihre Abschlussprüfung mit besser als „gut“ (bei mehreren Prüfungsteilen Durchschnittsnote 1,9 oder besser) bestanden haben oder die ihre Qualifizierung durch einen begründeten Vorschlag des Arbeitgebers nachweisen können. Achtung: Das Vorliegen einer dieser Kriterien garantiert Ihnen nicht automatisch die Aufnahme in die Begabtenförderung berufliche Bildung. Häufig liegen mehr Bewerbungen vor als Stipendienplätze zur Verfügung stehen. Es entscheidet dann ein Auswahlverfahren.

Muss ich eine Altersgrenze beachten?


Die Bewerber dürfen bei Aufnahme in das Programm noch keine 25 Jahre alt sein (Anrechnungszeiten wie der Besuch beruflicher Vollzeitschulen, FSJ, Grundwehr- oder Zivildienst und Erziehungsurlaub können bis zu drei Jahren geltend gemacht werden).

Muss ich Bewerbungstermine beachten?


Ja! Bewerbungsschluss: 15. Februar – Aufnahmetermin: 1. April

(Förderzeitraum endet am 31.12. des übernächsten Jahres, entspricht ca. 3 Jahre)


Was wird gefördert?


Durch Kostenzuschüsse werden anspruchsvolle Weiterbildungsmaßnahmen gefördert. Das Spektrum konkreter Maßnahmen ist groß: fachbezogene und fachübergreifende berufliche Weiterbildungen (z.B. sämtliche Fachqualifikationen und Studienlehrgänge des DIW-MTA sind förderungsfähig). Das Programm will jedoch nicht nur Kenntnisse vermitteln, sondern auch Kompetenzen steigern, zum Beispiel die Fähigkeit zur Teamarbeit oder zum selbständigen und kritischen Denken (Persönlichkeitsbildung).

Wer zahlt?


Die Mittel für das Förderprogramm stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereit. In seinem Auftrag führt die Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung das Programm für die bundesgesetzlich geregelten Fachberufe im Gesundheitswesen durch.

Wieviel Geld kann ich bekommen?


Als Stipendiat/−in können Sie innerhalb Ihres Förderzeitraums (max. 3 Jahre) Zuschüsse von insgesamt 5.100 EUR für förderfähige Weiterbildungen beantragen. Das sind jährlich 1.700 EUR − bei einem Eigenanteil von höchstens 180 EUR pro Jahr. Der Eigenanteil schmälert nicht Ihren Gesamtförderbetrag von 5.100 EUR. Seit 2008 können Sie mit dem Stipendium Ihr berufsbegleitendes Studium finanzieren. Dies gilt unter folgenden Voraussetzungen:

- Sie arbeiten mindestens 15 Stunden / Woche.
– Ihr Studium darf noch nicht begonnen haben.
– Das Studium baut auf Ihrer Ausbildung und Berufstätigkeit auf.

Bitte beachten Sie, dass ein Vollzeitstudium nicht förderungsfähig ist.


Wer informiert?


Die Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung ist Ihre zuständige Stelle. Die notwendigen Unterlagen können Sie telefonisch anfordern (wir bevorzugen die telefonische Anfrage, da wir dann direkt auf Ihre Fragen eingehen können).

Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung (SBB)
Gemeinnützige Gesellschaft mbH

Lievelingsweg 102–104
53113 Bonn
Telefon: 0228/62 93 10
e-mail: info@begabtenfoerderung.de
www.begabtenfoerderung.de

(Alle Angaben ohne Gewähr)